Hufrehe ist keine Krankheit.

Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Hufrehe keine eigenständige Krankheit ist. Sie ist ein Symptom unterschiedlicher grundlegender Problematiken wie z.B. Sepsis, Überlastung, Vergiftung, Stoffwechselentgleisung durch das Equine Metabolische Syndrom (EMS), Insulinresistenz (IR) oder Cushing (PPID), evtl. auch im Zusammenhang mit Borreliose. Geschätzte 80-90% der Hufrehefälle sind laut neuer Studien auf eine Stoffwechselstörung zurückzuführen. Daher konzentrieren sich unsere Empfehlungen auch auf die Behandlung der Rehe durch EMS, IR und PPID.
Noch immer ist die Hufrehe einer der häufigsten Todesurteile für Pferde, dabei gibt es mittlerweile einiges neues Wissen, was diesen Pferden helfen kann. Um die Verbreitung dieser Erkenntnisse zu unterstützen haben wir einen Leitfaden der „ The Equine Cushing´s and Insulin Resistance Group Inc.“ (ECIR) aus den USA übersetzt und ergänzt. Dieser wurde entwickelt, um Pferdebesitzern und Behandlern im Falle einer Hufrehe einen Leitfaden zur weiteren Vorgehensweise an die Hand zu geben. Für den Behandlungserfolg der Hufrehe ist eine gute Diagnostik der zugrunde liegenden Krankheit ausschlaggebend, um dann entsprechend über die Ernährung, Medikation, Haltung, Bewegung und Hufbearbeitung bzw. Hufschutz entsprechend therapieren zu können.

Molly, Dartmoorpony

  • Geboren 2006
  • Insulinresistenz & Cushing
  • Erste Hufrehe mit 3 Jahren
  • Letzte Hufrehe im Herbst 2015
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